Entstehung der neuen Bewegungslehre
Die Initialzündung waren Bewegungen aus der Kampfkunst, so genannte Bewegungsformen. Bestimmte Bewegungsmuster erwiesen sich mehr und mehr als schmerzlindernd bei definierten Schmerzzuständen. So optimierten wir diese ursprünglich für den Kampf entwickelten Bewegungen für die gesundheitliche Anwendung, vor allem für die Schmerzreduktion. Dieser Prozess dauerte 20 Jahre und beinhaltete zahllose Varianten, die immer wieder aufgrund des Feedbacks zahlloser Patienten und Schüler durch bessere ersetzt wurden.
Es gab eine ganz wichtige Erkenntnis: Bei richtiger Bewegung und gutem Zustand der Muskeln, entstand nirgends ein Schmerz. Und ebenfalls bei richtiger Bewegung und gutem Zustand der Muskeln konnten Schädigungen und Verschleiß im gesamten Bewegungsapparat auf ein Minimum reduziert werden. Da sahen wir: die Schmerztherapie und die Bewegungslehre sind zwei Seiten einer Medaille!
Folglich flossen Erkenntnisse aus dem Bewegungsunterricht in die Schmerztherapie ein und Erkenntnisse aus der Schmerztherapie in die Bewegungslehre. Und schließlich verstanden wir auch, dass unsere Medaille eigentlich drei Seiten haben müsste, denn die Gesundheitslehre von Petra Bracht verstärkte sowohl die positive Wirkung der Schmerztherapie, also auch die Effekte der Bewegungslehre.- Alles zusammen angewandt, kann sich die zur Verfügung stehende Lebensenergie durchschnittlich um bis zu 50% steigern. Wir haben bei alten Menschen auch Einzelfälle erlebt, wo die Lebensenergie von einem recht schwachen Ausgangspunkt wieder um bis zu 300 % zunahm!



Nach der oben beschriebenen langen Entwicklungszeit hat die Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht inzwischen einen Wirkungsgrad erreicht, der unserer Einschätzung nach, dicht am Maximum der überhaupt möglichen gesundheitlichen Wirksamkeit liegt. Vor allem seit dem Frühjahr 2008 hat unser Bewegungssystem noch einmal einen deutlichen Qualitätssprung gemacht, da es zur Vorbereitung auf die weltweite Verbreitung komplett überarbeitet wurde. In diese letzte, jetzt aktuelle Version integrierten wir alle Erkenntnisse und Übungssystematiken, die wir in den letzten Jahren entwickelten, aber noch nicht systematisch eingebaut hatten.

Heute steht uns eine Bewegungslehre zur Verfügung, die nach unserem Wissen weltweit nichts Vergleichbares hat. Das liegt daran, dass jede Bewegungsmillimeter durch die von uns formulierte neue Schmerz- und Verschleißtheorie logisch festgelegt ist. Im Unterschied zu den zahllosen bekannten Bewegungssystemen (Yoga, QiGong, TaiChi, Pilates etc.), die durch Überlieferung der Tradition weitergegeben werden, definieren sich unsere Positionen und Bewegungen an den Bedürfnissen des menschlichen Bewegungsapparates in der heutigen Zeit; sie unterliegen also der Möglichkeit permanenter Kontrolle und Qualitätssicherung. Die Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht ist damit die körperliche Umsetzung der zugrunde liegenden Theorie. Sie ist von jedem Lehrer, der dieses Wissen hat, überprüfbar und dadurch korrigierbar.


Aufbau und Struktur
Die Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht ist detailliert festgelegt. Die Übungsfolgen und die Ausführung sind exakt beschrieben und eingeteilt. Der Lehrplan für den Studenten umfasst 12 aufeinander aufbauende Stufen, die nacheinander gelernt werden. Dadurch ist ein hohes Motivationslevel und Qualitätssicherung möglich. Der Lernende kann seine Entwicklung Stufe für Stufe nachvollziehen und kennt das Ziel. Der Unterrichtende hat einen fest vorgegebenen Lehrplan. All das sind wichtige Voraussetzungen für die großflächige Verbreitung des Systems.

Jede Lernstufe enthält die vier Kernbausteine Engpassdehnung, Beweglichkeitskräftigung, Ansteuerungstraining und spezielle Bewegungsabläufe, Formen genannt. In diesen Formen herrscht das genetisch wirksamste Dehnungsprinzip, die Bewegungsdehnung, vor. Zusätzlich werden Stufen übergreifende Atem-, Entspannungs- und Energieübungen unterrichtet. Diese Kernbausteine greifen ineinander, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung und entfalten ungeahnte Synergie-Effekte.

Engpassdehnung
Engpassdehnungen sind speziell entwickelte Dehnungsabläufe, die in minimalem Zeiteinsatz größtmögliche Effekte erzielen. Dies ist so wichtig, da sie im Bereich der Schmerztherapie so schnell wie möglich den Effekt der Schmerzpunktpressur unterstützen sollen und ihn dauerhaft einprogrammieren. Die in der Bewegungslehre unterrichteten Engpassdehnungen bestehen aus acht Einzelschritten, die nach einem festen, nachvollziehbaren Schema unterrichtet werden. Jede Übung ist in allen Schritten fotografiert und beschrieben. Alle Übungen werden nicht nur als alleine ausführbare Einzelübung, sondern auch als Partnerübung vermittelt.

Beweglichkeitskräftigung
Beweglichkeitskräftigung heißt bei Liebscher & Bracht ein vollständiges Kräftigungsprogramm, das speziell für unser Bewegungssystem entwickelt wurde und das seit Herbst 2008 erstmalig systematisiert unterrichtet wird. Das Besondere daran ist, dass der normale Effekt des Krafttrainings, in sein Gegenteil verkehrt wird. Statt immer kräftigere aber auch unflexiblere Muskeln, erhalten wir mit der Beweglichkeitskräftigung kräftigere Muskeln, die immer flexibler werden.

Die so trainierte Muskulatur wird immer funktioneller, leistungsfähiger und weniger anfällig für Verletzungen. Wir trainieren mit dem Partner. Ein besseres „Krafttrainingsgerät“ gibt es nicht, da der menschliche Körper flexibel reagieren kann und fast unbegrenzt steuerbar ist. Dagegen schadet das Training an Geräten den Gelenken langfristig. Denn, die zunehmende Kraft bildet nicht gleichzeitig die koordinativen Fähigkeiten aus; und Krafttraining mit schweren freien Gewichten birgt für Ungeübtere ein Verletzungsrisiko.